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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 00:24 
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Geschwindigkeitsreduzierungen bei Schnee und Eis

Die ICE-Höchstgeschwindigkeit wird auf 200 km/h reduziert, auf folgenden Strecken:

• Hamburg–Berlin
• Hannover–Berlin
• Hannover–Würzburg
• Mannheim–Stuttgart
• Köln–Frankfurt/Main
• Nürnberg–Ingolstadt–München
• Erfurt–Halle (Saale)/Leipzig

Begründung: Schotterflug entsteht, wenn während der Fahrt Eisklumpen vom Zug auf das Gleisbett herabfallen. Dabei werden insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten Schottersteine aufgewirbelt, die an den Unterböden der Fahrzeuge Schäden verursachen und zu Zugausfällen führen können. Die wirksamste betriebliche Maßnahme gegen Schotterflug ist eine präventiv auf 200 km/h reduzierte Geschwindigkeit. Im Regelfall fahren die ICE-Züge mit Höchstgeschwindigkeiten von 230 bis 300 km/h. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird flächendeckend eingeführt, da die Eisklumpen in der Regel auf wärmeren Streckenabschnitten abfallen, nachdem der Zug vorher auf einer Strecke mit geschlossener Schneedecke entsprechende Anhaftungen aus Schnee und Eis "aufgesammelt" hat.


In Österreich wird die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt, mittels LZB bzw. ETCS.

In Frankreich wird die Geschwindigkeit wie folgt auf den HGV-Strecken reduziert:
220 km/h mit TVM 300, wenn viel Schnee dann runter auf 160 km/h
230 km/h mit TVM 430, wenn viel Schnee dann runter auf 170 km/h

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Gruß, Michael


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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 10:24 
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Generalvertretungsleiter

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 14:36
Beiträge: 2661
Einen gewissen "Flash" gab es schon, wenn eine 01 mit dem Rheingold oder ein VT 11 mit 130 km/h die Rheinstrecken hinunter fuhr, aber müssen Züge 300 km/h fahren?

Was macht der Mensch mit der scheinbar gewonnenen Zeit?
Er hetzt wiederum anderem nach und reflektiert oft nicht die Notwendigkeit.

Obwohl heute mehr in den Tag gepackt wird als noch vor 30 Jahren, werden die Menschen nicht glücklicher, was ich ja tagtäglich in meiner Berufstätigkeit erlebe. Die Beschleunigung des Lebens ist ein großes Problem, denn die Verarbeitung der Impulse hängt permanent der Impulsgabe hinterher.

Gerade Kinder und Jugendliche zeigen hier noch die Fähigkeit, angesichts des täglichen Impulsorkans den Not-Aus-Knopf zu betätigen, den ich gelegentlich auch "Chill-Schalter" nenne. Gottseidank, denn es kann doch nicht sein, daß wir uns im permanenten Geschwindigkeits- und Erlebnisrausch Gesundheit und Leben kaputtmachen lassen und die Opfer dieses Wahnsinns faktisch als Preis des Fortschritts abgetan werden.

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Heinrich von Hirschfeld: Der Verstand wächst mit seiner Beanspruchung.Ob Philosophie, Philantropie oder Phimose: Die Basis jeder Grundlage ist das Fundament


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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 12:08 
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Lehrlokführer

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Michael Ruge hat geschrieben:
Geschwindigkeitsreduzierungen bei Schnee und Eis

Die ICE-Höchstgeschwindigkeit wird auf 200 km/h reduziert, auf folgenden Strecken:

• Hamburg–Berlin
• Hannover–Berlin
• Hannover–Würzburg
• Mannheim–Stuttgart
• Köln–Frankfurt/Main
• Nürnberg–Ingolstadt–München
• Erfurt–Halle (Saale)/Leipzig


Laut Weisung steht aber "Gesamtes Netz" drin...


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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 12:47 
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norman.friedrichsen hat geschrieben:
Michael Ruge hat geschrieben:
Geschwindigkeitsreduzierungen bei Schnee und Eis

Die ICE-Höchstgeschwindigkeit wird auf 200 km/h reduziert, auf folgenden Strecken:

• Hamburg–Berlin
• Hannover–Berlin
• Hannover–Würzburg
• Mannheim–Stuttgart
• Köln–Frankfurt/Main
• Nürnberg–Ingolstadt–München
• Erfurt–Halle (Saale)/Leipzig


Laut Weisung steht aber "Gesamtes Netz" drin...


Wird denn irgendwo sonst noch schneller als 200 gefahren? Wo eh nur 200 gefahren wird, muß man nicht auf 200 begrenzen...

_________________
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
Konrad Adenauer


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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 13:01 
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Oberster Betriebsleiter (Admin)
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Beiträge: 7119
Wohnort: 57629 Höchstenbach / Ww.
Horst Heinrich hat geschrieben:
Einen gewissen "Flash" gab es schon, wenn eine 01 mit dem Rheingold oder ein VT 11 mit 130 km/h die Rheinstrecken hinunter fuhr, aber müssen Züge 300 km/h fahren?

Was macht der Mensch mit der scheinbar gewonnenen Zeit?
Er hetzt wiederum anderem nach und reflektiert oft nicht die Notwendigkeit.

Obwohl heute mehr in den Tag gepackt wird als noch vor 30 Jahren, werden die Menschen nicht glücklicher, was ich ja tagtäglich in meiner Berufstätigkeit erlebe. Die Beschleunigung des Lebens ist ein großes Problem, denn die Verarbeitung der Impulse hängt permanent der Impulsgabe hinterher.

Gerade Kinder und Jugendliche zeigen hier noch die Fähigkeit, angesichts des täglichen Impulsorkans den Not-Aus-Knopf zu betätigen, den ich gelegentlich auch "Chill-Schalter" nenne. Gottseidank, denn es kann doch nicht sein, daß wir uns im permanenten Geschwindigkeits- und Erlebnisrausch Gesundheit und Leben kaputtmachen lassen und die Opfer dieses Wahnsinns faktisch als Preis des Fortschritts abgetan werden.


Mein Reden....
Je mehr der moderne Mensch in einer Zeitspanne x schafft, umso mehr packt er sich hinein...von Muße, Entspannung oder neudeutsch "Cooldown" keine Spur. Dafür verbringt er lieber die "schönsten Tage des Jahres", wie er seinen Urlaub nennt, gern damit, sich in der südlichen Sonne bratend einen Hautkrebs auf Raten zuzuziehen, und so völlig sinnfrei Tage zu verplempern, ohne auch nur den Hauch eines Eindrucks der fernen Gegend mit heim zu nehmen. Er nascht an mehr oder weniger teuren Stränden sein einheimisches Bier und futtert seine eingeflogene Currywurst Pommes zu Preisen, bei denen er jedem deutschen Imbißbesitzer den Laden zerlegen würde, und fliegt nach 14 Tagen wieder genauso ökologisch sinnvoll heim, aber das schlimmste ist, die große Höhe und die 850 km/h Reisegeschwindigkeit, sowie das völlige Desinteresse machen ihn oft unfähig, seinen Urlaubsort auf dem Globus zu zeigen...und er entschuldigt das gern mit dem Satz "Isch hab Urlaub, wat soll isch misch dann da abhetze?"

Komische ars vivendi...(Kunst zu leben):
Sich daheim 350 Tage sinnlos abzuhetzen, ein 28-Stunden-Pensum in einem Tag zu schaffen, um dann die "schöne Zeit des Jahres" total sinnlos und überteuert zu verplempern...


Andererseits...in der Zeit, als "Reisen" noch "Reisen" war, verbrachte man gern seine Zeit im Zug (ich zumindest!), räkelte sich auf Federkernsesseln, und genoß den Blick auf den Rhein (Im Zugbildungsplan für Schnellzüge war noch vor 25 Jahren sogar vermerkt, daß die Abteilseite möglichst zum Rhein hin, die Gangseite zum Fels hin stehen sollte, ggf. sogar Wagen zu drehen seien!!!), den Spessart, das grüne Münsterland oder die noch windradfreien unendlichen Weiten des Nordens. Heute sieht man sich in den verspiegelten Scheiben selbst, Schallschutzwände oder Bahnlärmtransparente - wenn man keinen Wandplatz erwischt hat. Da ist es schon gnädig, die Reisezeiten kurz zu halten - solange alles funktioniert. Zumal auch die sogenannten Sitze nur selten zum langen Verweilen einladen, und das permanente Hin- und Hergerenne im Großraum überhaupt keine Entspannung aufkommen läßt.

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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 19:38 
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Lehrlokführer

Registriert: Mo 24. Mai 2010, 13:18
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Wohnort: Schiesheim
Dieselpower hat geschrieben:
Wird denn irgendwo sonst noch schneller als 200 gefahren? Wo eh nur 200 gefahren wird, muß man nicht auf 200 begrenzen...


Ja Basel nach Karlsruhe im Katzenbergtunnel :lol:


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Ungelesener BeitragVerfasst: So 15. Jan 2017, 20:20 
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Oberster Betriebsleiter (Admin)
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Na, da drin ist ja eher mit wenig Schneefall zu rechnen...

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