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 Betreff des Beitrags: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 21. Okt 2017, 18:55 
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Hier gibt's Neues von unserer 52:

https://www.dampflok526106.de/das-lokta ... 1-10-2017/

Gruß

Heiner

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Zuletzt geändert von Heiner Neumann am Sa 21. Okt 2017, 20:19, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 21. Okt 2017, 19:52 
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Hallo Heiner,

sehr schön über euren Arbeitsfortschritt lesen zu können.

Kleine Frage von einem Technikfreak:

Was ist denn eine Kupferdrahtmethode zur Einstellung der Radsätze??

Kann mir das mal jemand erklären??

Fährt man über einen Kupferdraht und misst die verformung??


Gruß

Marcus

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 21. Okt 2017, 20:15 
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Lehrlokführer
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Hallo Marcus,

da muß ich leider passen, das kann ich nicht sagen. Ich habe in verschiedenen Fachbüchern nachgeschaut, aber ich habe dazu nichts gefunden. Vielleicht liest jemand von der Lokpflegegruppe mit und kann uns hier helfen.

Gruß

Heiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: So 22. Okt 2017, 10:52 
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Generalvertretungsleiter

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Ich habe hier zum Thema Kupferdrahtprobe die DV 947/300, § 19

Berichtigung des Lastenausgleiches durch Verstellen der Federspannschrauben

eingestellt.

Der gesamte Lastenausgleich einer Lokomotive ist in mehrere Ausgleichsgruppen unterteilt. Vor der Einstellung ist Klarheit über das Zusammenwirken der Ausgleichsgruppen zu schaffen. Es gibt Bauweisen, welche die rechte und linke Lokseite umfassen und solche, die nur auf einer Seite wirken (s. DV 946/120).

Bei der Durchführung der Einstellarbeiten muß die Lokomotive auf einem geraden und ebenen Gleis ohne Schienenstoß stehen.

Ausgleichhebel und Federn sollen waagerecht stehen. Sie können durch Anziehen bzw. Lösen der Federspannschrauben an der jeweiligen Seite berichtigt werden.

Hierbei ist die Auswirkung auf die eigene und die anderen Ausgleichgruppen zu beachten.

Für die Lastverteilung ist der Abstand zwischen Achslagergehäuseoberkante und Rahmenausschnitt (Maß a) an allen gekuppelten Radsätzen gleichzuhalten (s. Tabelle Anhang 9).

Bei Lokomotiven, die seitlich oder vorn bzw. hinten tiefer liegen, ist das Nachstellen ganzer Federgruppen erforderlich. Nach der Einstellung muß auf die Durchbiegung der Tragfedern geachtet werden.

Es ist vorteilhaft, vor und nach der Einstellung eine Kupferdrahtprobe durchzuführen, damit die Radlasten verglichen werden können.

Unterschiedliche Radlasten entstehen durch stark abgenutzte Buchsen und Bolzen, erlahmte, gebrochene und schief stehende Tragfedern sowie verschobene Federbunde.

Die aufgeführten Mängel sind vor Beginn der Ausgleicharbeiten abzustellen.


Man kann dann an der Abplattung der eingeschobenen Drahtstücke die Lastverteilung näherungsweise überprüfen und die Lastverteilung korrigieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: So 22. Okt 2017, 12:17 
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:shock: Ich bin immer wieder verblüfft, was hier so zu Tage kommt!!! :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: So 22. Okt 2017, 12:44 
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Ich bin genau so geplättet!

@ Horst Heinrich: Danke für diese fundierte Antwort!

Gruß

Heiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: So 22. Okt 2017, 16:10 
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Danke Horst,

aber ich weiß immer noch nicht wie diese funktioniert... muß man da mit dem Radsatz drüber fahren und messen wie stark der jetzt verformt wurde??

Im Prinzip müsste es eigentlich so sein, denn je größer die Last, desto stärker die plastische Verformung, sofern das Material immer die gleiche Plastizität aufweist...

Ich sach ja immer, hier lernt man noch was.


Gruß

Marcus


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 23. Okt 2017, 07:37 
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Hier noch die Antwort der Lokpflegegruppe 52 6106 aus Gerolstein auf meine Anfrage:

Hallo Heiner,

Du hast uns im GB eine Frage zur Kupferdrahtprobe gestellt. Hier eine Antwortversuch anhand des kompletten Ablaufs zur Berichtigung des Lastenausgleiches durch Verstellen der Federspannschrauben:

Der gesamte Lastenausgleich einer Lokomotive ist in mehrere Ausgleichsgruppen unterteilt. Bei der Durchführung der Einstellarbeiten muß die Lokomotive auf einem geraden und ebenen Gleis ohne Schienenstoß stehen. Ausgleichhebel und Federn sollen waagerecht stehen. Sie können durch Anziehen bzw. Lösen der Federspannschrauben an der jeweiligen Seite berichtigt werden. Für die Lastverteilung ist der Abstand zwischen Achslagergehäuseoberkante und Rahmenausschnitt an allen gekuppelten Radsätzen gleichzuhalten. Nach der Einstellung muß auf die Durchbiegung der Tragfedern geachtet werden. Es ist vorteilhaft, vor und nach der Einstellung eine Kupferdrahtprobe durchzuführen, damit die Radlasten verglichen werden können. Dabei wird anhand der Abplattung der Drahtstücke versucht die Lastverteilung zu erkennen und wenn nötig zu regulieren. Da es sich aber nur um ein näherungsweise Methode handelt, muss trotzdem noch eine Verwiegung, wie jetzt bei der 52 6106 in Dortmund , erfolgen.

Ich hoffe es ist jetzt etwas klarer für Dich geworden.


Viele Grüße

Georg Lochner

- Lokpflegegruppe 52 6106 -


Gruß

Heiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 23. Okt 2017, 17:46 
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Registriert: Fr 21. Mai 2010, 12:45
Beiträge: 1526
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Vielen Dank,

jetzt ist klar, anhand der Plastizität des Materials und der daraus folgenden "Plättung" wird die Auflagekraft ermittelt... wie ich anfangs schon dachte.

War schon klasse was unsere Altvorderen so drauf hatten.

Nochmals danke an alle für die Lösungshilfen, dieses Forum ist einfach klasse sei es um eisenbahnaffine Sachen oder auch nur der Smalltalk mit ein bissje "Dummgebabbel"

Ich würde mir wünschen das dieses Forum wieder durch reichlich neue Beiträge und interessante Mitglieder gestärkt an alte Qualitäten heranreicht.


Gruß

Marcus


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Gerolsteiner 52 6106
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 23. Okt 2017, 19:11 
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Registriert: Mo 6. Jan 2014, 21:02
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Noch 'ne kleine Ergänzung aus dem Gästebuch der Homepage der 52 6106 auf meine gleichartige Anfrage:

Zitat:
Bei der Kupferdrahtprobe geht es um eine zumindest grobe Beurteilung einer möglichst gleichmäßigen Achslast; dieses Verfahren wird dann angewendet, wenn keine geeignete Wiegevorrichtung zur Verfügung steht.

Dabei wird die Lokomotive auf ein möglichst ebenes und gerades Gleis gestellt und vor jedem Rad ein Stück Kupferdraht gelegt. Dann wird die Lok ein Stück bewegt, bis dass die kurzen Drahtstücke von den Rädern überrollt wurden. Je stärker das jeweilige Rad belastet ist, desto mehr wird der recht weiche Kupferdraht von ihm zusammengedrückt.

Dann schaut man sich die entsprechenden verformten Drähte an und vergleicht sie. So sollen sich zumindest grobe Unterschiede bei der Achlast behelfsmäßig erkennen lassen.
Zitat Ende.

Interessant, was sich da so alles dazu ergibt!

Gruß

Heiner

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