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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 9. Dez 2017, 10:52 
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Als der letzte (Plan-)Güterzug die Kreisstadt (Den Sitz seiner Totengräber) erreichte, war niemand da, der diesem Augenblick beiwohnte - was eventuell auch am einsetzenden heftigen Niederschlag liegen konnte, wäre es ein paar Grad wärmer gewesen, hätte man sagen können "auch der Himmel weinte".

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Das (nördliche) Ende der Holzbachtalbahn....Stellwerk Aw in Altenkirchen

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Lok 7 mit Schild geschmückt, wie es sich für Abschiedsfahrten gehört...

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Zum letzten mal planmäßig Hp2 für die WEBA in Altenkirchen

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Leb wohl, WEBA - noch ein einziger Sonderzug am Montag, und ein Buch wird nach 103 Jahren, 2 Monaten und 10 Tagen geschlossen werden.
Von einem "Kapitel" zu sprechen, würde der Bahn nicht gerecht. Danke, liebe Lokalpolitiker! Habt Ihr prima hinbekommen!

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„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
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Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 9. Dez 2017, 11:00 
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Oberster Betriebsleiter (Admin)
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Ist schon eigenartig....die Holzbachtalbahn steht unter keinem guten Stern:

- 1984 wurde zwei Tage nach dem 100. Geburtstag die Strecke vom Reiseverkehr "befreit"
- Das "Kernstück" zwischen Raubach und Selters wird dichtgemacht
- 1998 übernimmt die WEBA die Bedienung - Totale Stillegung abgewendet
- 2004 werden Probefahrten mit einem vectus-LINT gemacht, man erwägt die Reaktivierung für Reiseverkehr
- 2006 wird die Strecke erstmalig wieder durchgehend befahren...RLP-Verkehrsminister Bauckhage fährt im kuriosen Sonderzug mit
...und gestern fuhr der letzte WEBA-Planzug. Die Strecke "stirbt" zum zweiten mal....

Ein Alibi-Leerzug pro Woche wird alsbald zum Glück dafür sorgen, daß die Strecke noch nicht ganz abgeschrieben wird...

Quo vadis, Holzbachtalbahn?

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Ungelesener BeitragVerfasst: So 10. Dez 2017, 15:29 
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Lokführer

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Dieselpower hat geschrieben:
Ein Alibi-Leerzug pro Woche wird alsbald zum Glück dafür sorgen, daß die Strecke noch nicht ganz abgeschrieben wird...

Was hat es damit auf sich?

Es ist wahrlich besonders bedauerlich, wenn eine im Güterverkehr (noch) genutzte Strecke stillgelegt wird. Dass der Kunde Schütz dennoch weiter bedient wird, ist wohl Glück im Unglück, weil es für diesen Kunden 2 Zuwege gibt. Aber was wäre nur passiert, wenn die Strecke Selters-Limburg nicht existieren würde?! Kaum auszudenken.


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Ungelesener BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 12:26 
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Moin Moin
Am Montag den 11.12.17 brachte die Weba den allerletzten Leerzug nach Betzdorf.
https://youtu.be/0Z116fKKgVg
Wie immer hatte mích nur das Handy dabei und habe mich für ein Video entschieden

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Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 22. Dez 2017, 04:00 
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90 80 2052 404-1 D-DB
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Moin moin
Nun ist das Kapitel endgültig beendet.
Am 21.12.2017 sind die Weba 5 und 7 nach Lengerich/Westfalen zu ihren neuem Eigentümer überführt worden.

Gruss Karl-Heinz

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Dez 2017, 14:17 
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Lokführeranwärter

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Zwar haben die sog. Politiker sich den Ast der Weba, auf dem sie selbst saßen, nun abgeschnitten, mit der Holzbachtalbahn selbst geht das aber nicht so einfach. Ich bin aus den verschiedensten Gründen zuversichtlich, dass uns diese Strecke auch künftig erhalten bleibt und zwar mit potenteren Betreibern. Da in der Politik sowieso nur noch Versager unterkommen, darf man da nicht allzu viel erwarten.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Di 26. Dez 2017, 11:04 
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Grauwacke hat geschrieben:
Da in der Politik sowieso nur noch Versager unterkommen, darf man da nicht allzu viel erwarten.


Nicht nur in der Politik, sondern auch in den "Amtskirchen", welche in meinen Augen mehr und mehr die Bezeichnung "Sekte" verdienen, so viel geballte Weltfremdheit, wie sie in diesem Jahr wieder unters Volk salbadert haben....

Aber das haben sie mit den Politikern gemeinsam, die Pfaffen:
Seltsame Vorstellungen, in der großen Politik mitmischen wollen, aber keine wirkliche Ahnung haben....Hauptsache schwafeln!

Dem Faß den Boden schlug mal wieder "unser" Kardinal Woelki aus...einerseits will er mit schrägen Aktionen bewirken, daß mehr und mehr Musel und Neger hierher kommen, und in der Weihnachtsansprache bemängelt er den knappen Wohnraum - nachdem Unzählige in den letzten Jahren städtischen Wohnraum für seine geliebten Bereicherungen räumen mußten - und das obwohl die Asyl- und Bauindustrie nach wie vor brummt...sowas gehört doch in die Klapse...!

Unsere Kirchen sind in meinen Augen auch nur noch weltfremde Organisationen, denen man inzwischen keinen Meter mehr weiter trauen darf, als unseren Politikern, Richtern, Journalisten....

Ich weiß, OT, aber nach den Nachrichten gestern war mir wieder speiübel, christliche Werte hin oder her - bin froh, aus der Sekte ausgetreten zu sein!

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Ungelesener BeitragVerfasst: Di 26. Dez 2017, 13:12 
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Lokführeranwärter

Registriert: Mo 6. Mär 2017, 12:31
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Unser lieber Horst Lichter hat es gestern auf den Punkt gebracht: Er hat seinen Glauben ... aber nicht in die Kirche.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Di 26. Dez 2017, 13:18 
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Oberster Betriebsleiter (Admin)
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So sehe ich das auch..."Agnostiker mit christlich geprägten Wertvorstellungen" trifft es am ehesten.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Di 26. Dez 2017, 15:30 
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Generalvertretungsleiter

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 14:36
Beiträge: 2759
Dieselpower hat geschrieben:
...sowas gehört doch in die Klapse...!



Nein, nein, nein, die könnt ihr schön draußen behalten, nicht alles, was der Gesellschaft nicht (mehr) paßt, bei uns Psychos abladen!!!
Der Platz ist rar für wirklich kranke, Woelki & Co. sind ja nicht krank, sie suchen sich eine Nische in dieser Gesellschaft, aus der heraus sie ihre Ideen verwirklichen können und wenn diese Gesellschaft sie läßt, dann ist eher die Gesellschaft behandlungsbedürftig als der, der geschickt die gesellschaftlichen Schwächen ausnutzt.

Mir persönlich erzählt weder ein Kölner Erzbischof noch ein Dorfpfaffe etwas von Jesus. Diesen interessanten Quertreiber habe ich z.B. dieses Jahr am Heiligen Abend wieder inmitten lustiger Menschen in Partylaune auf einem Campingplatz an der Mosel laut singend und tanzend getroffen.

Als ich ihn daran erinnerte, dass zeitgleich praktisch ihm zu Ehren tausende Christmetten im Land stattfinden sagte er nur lapidar: "Die merken doch gar nicht, dass ich nicht da bin."

Nun, da mußte ich ihm recht geben.

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Heinrich von Hirschfeld: Der Verstand wächst mit seiner Beanspruchung.Ob Philosophie, Philantropie oder Phimose: Die Basis jeder Grundlage ist das Fundament


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