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 Betreff des Beitrags: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2017, 11:28 
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Registriert: Fr 21. Mai 2010, 17:52
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Hallo
Nachdem die E 40 128 einige Zeit in Siegen verweilte, um bei Rail Design Bäcker ein frisches Farbkleid zu bekommen, war es nun gestern soweit.
Sie wurde frisch Hauptuntersucht der Öffentlichkeit präsentiert.
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140 423 kam mit Gästen nach Siegen, um die E 40 128 zurück nach Koblenz zu begleiten.
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E 40 128 hatte die Ehre auf dem Rückweg den Sonderzug anzuführen
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Wünsche der alten Lady ein langes Leben und euch einen guten Rutsch ins neue Jahr

_________________
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Zuletzt geändert von 50 2404 am Sa 30. Dez 2017, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2017, 11:35 
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Oberster Betriebsleiter (Admin)
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Registriert: Do 20. Mai 2010, 21:40
Beiträge: 7112
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Wow. die kann sich sehen lassen....sieht ja genau so aus, wie vor 58 Jahren!!! :shock:
Schaut mal genau hin, sogar die schöne rassige Blondine lugt neugierig hinter dem Schuppentor hervor!

Der Lokführer muß sein Handwerk aber verstehen - 166 Tonnen Gewicht mit einlösiger Bremse und nur 75 Tonnen mit mehrlösiger...auch bie Vmax 110 km/h kann so was bei einem ungeübten Lokführer zu bösen Überraschungen führen!

_________________
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
"Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich...!"
Konrad Adenauer


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 Betreff des Beitrags: Re: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2017, 14:06 
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Lokführeranwärter

Registriert: Mo 6. Mär 2017, 12:31
Beiträge: 131
Ein Träumchen! Ich denke aber, da wird man kein 9-Monats-Kind an den Regler lassen. Das ist nur etwas für Lokführer und nicht für "Eisenbahnfahrzeugführer".


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 Betreff des Beitrags: Re: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2017, 14:44 
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Lehrlokführer

Registriert: Do 15. Jul 2010, 23:09
Beiträge: 636
Dieselpower hat geschrieben:
Wow. die kann sich sehen lassen....sieht ja genau so aus, wie vor 58 Jahren!!! :shock:


Naja, ein paar Dellen und Falten hat die Dame aber schon ;-)

Aber ist natürlich toll, wieder eine so schöne grüne E40 ablichten zu können!

Grüße

Guido


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 Betreff des Beitrags: Re: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2017, 16:32 
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Generalvertretungsleiter

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 14:36
Beiträge: 2656
Die Lokfarben meiner Kindheit: Rot, grün, blau und schwarz - vor allem die Grün- und Blautöne hatten eine angenehme Wirkung. Es tut gut, solche mustergültig restaurierten Exemplare auf der Schiene zu sehen. Gut und dezent gelöst: Die modernen Scheinwerfer in den Lampengläsern.

Und was die Youngsters im Führerstand betrifft:

Mein altes Heimat-Bw Bingerbrück war in den 1960er und 1970er Jahren dampf- und dieseldominiert, dennoch hatten viele, auch ältere Tf schon Beiblätter für E-Baureihen. So kam es immer wieder vor, daß ein älterer Lokführer einen N oder E von Bingerbrück über Mainz nach Mannheim oder nach Köln zu führen hatte. Da er aber gewöhnlich nur Dampfloks oder V 100 bzw. V 160 zu fahren hatte, verlief die Fahrt mit E-Traktion nicht selten holprig und es gab immer mal wieder Störungen aufgrund unsachgemäßer Bedienung.

Sicherlich, es ist fahrlässig, jemanden nach neun Monaten "Ausbildung" allein auf einen Führerstand zu lassen, aber ich sehe auch immer wieder engagierte Quereinsteiger, die sich redlich bemühen, sich -auch in der täglichen Praxis- weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln.
Was hier von Menschen -oft unbemerkt- geleistet wird, ist schon enorm.

Und das alles unter Begleitumständen, die den Menschen auf "Bedienerniveau" herabdrückt. Weder spielen im beruflichen Kontext Kollegialität, Freundschaft, Fürsorge, Ästhethik, Ethik, Ansehen eine Rolle, noch bleibt dem Berufsanfänger Zeit zum Lernen: Direkt nach der Prüfung: Volle Verantwortung.

Ich sehe das Elend auf der Nahestrecke bei den vlexx-Leuten: Ein Blick in die Augen eines ZuB oder Tf genügt um zu bemerken, wie fertig diese völlig unerfahrenen Menschen nach zwei Stunden Dienst schon sind.

_________________
Heinrich von Hirschfeld: Der Verstand wächst mit seiner Beanspruchung.Ob Philosophie, Philantropie oder Phimose: Die Basis jeder Grundlage ist das Fundament


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 Betreff des Beitrags: Re: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 30. Dez 2017, 17:24 
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Lokführeranwärter

Registriert: Mo 6. Mär 2017, 12:31
Beiträge: 131
Hallo Horst,

ich möchte auch niemandem der jüngeren Kollegen hier irgendein Engagement absprechen. Aber den Nürnberger Trichter haben wir leider immer noch nicht erfunden und so kann man nur das wissen, was man einmal gelernt und ausreichend geübt hat. Zur sachgemäßen Bedienung einer solchen Lokomotive gehört leider mehr, als nur das Interesse und das Engagement. Es gehört eine fundierte Ausbildung in einem elektro- oder maschinentechnischen Beruf dazu. Anschließend die Fachausbildung zum Triebfahrzeugführer (Fahrzeug-/Bremstechnik, Bedienung und Betrieb). Das kann man niemals in 90 Tagen lernen und auch nicht, wenn man vorher irgendeinen artfremden Beruf (z. B. Versicherungskaufmann, usw.) gelernt hat. Und deshalb tun mir diese Leute auch leid, denen man u. a. nach 90 Tagen einen sog. "Eisenbahnfahrzeugführerschein" in die Hand drückt. Eine E 40 muss man auch im Maschinenraum bedienen und einfache Reparaturen unterwegs mit dem Bordwerkzeug ausführen können. Einen "Reset" oder ein Fehlerdiagnosesystem gibt es für diese Maschinen nicht. Da ist Fachwissen gefragt; alleine schon, um sich im Maschinenraum gefahrlos bewegen zu können, da die spannungsführenden Teile nicht isoliert und verkapselt verbaut sind. Ich erinnere nur daran, dass ein "moderner" Tf bei laufenden Maschinen auf Triebfahrzeugen der BR 245 nicht einmal mehr den Motorraum betreten darf (Arbeitsschutz). Bei Störungen einfach die Hotline anrufen und auf Hilfe hoffen. Das nennt man dann Störungsmanagement im Jahre 2017.

@Knipser1: Die "verbeulte" Außenhaut der E 40 und anderer vergleichbarer Fahrzeuge rührt in der Regel übrigens nicht von Unfällen u.ä. sondern von Verformungen des Rahmens her, wie sie nach so langer Zeit in den Plandiensten einfach auftreten, z.B. durch Ansetzen an andere Fahrzeuge oder auch durch das simple Ziehen von Lasten. Dadurch treten geringfügige Stauchungen und Zerrungen in der Konstruktion auf, die zu Kaltverformungen der Außenhaut führen und dann so aussehen. Daher werden diese Fahrzeuge auch regelmäßig vermessen.


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 Betreff des Beitrags: Re: E 40 128 in Siegen
Ungelesener BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 13:47 
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Generalvertretungsleiter

Registriert: Mo 7. Jun 2010, 14:36
Beiträge: 2656
Grauwacke hat geschrieben:
Hallo Horst,

ich möchte auch niemandem der jüngeren Kollegen hier irgendein Engagement absprechen. Aber den Nürnberger Trichter haben wir leider immer noch nicht erfunden und so kann man nur das wissen, was man einmal gelernt und ausreichend geübt hat. Zur sachgemäßen Bedienung einer solchen Lokomotive gehört leider mehr, als nur das Interesse und das Engagement. Es gehört eine fundierte Ausbildung in einem elektro- oder maschinentechnischen Beruf dazu. Anschließend die Fachausbildung zum Triebfahrzeugführer (Fahrzeug-/Bremstechnik, Bedienung und Betrieb). Das kann man niemals in 90 Tagen lernen und auch nicht, wenn man vorher irgendeinen artfremden Beruf (z. B. Versicherungskaufmann, usw.) gelernt hat. Und deshalb tun mir diese Leute auch leid, denen man u. a. nach 90 Tagen einen sog. "Eisenbahnfahrzeugführerschein" in die Hand drückt. Eine E 40 muss man auch im Maschinenraum bedienen und einfache Reparaturen unterwegs mit dem Bordwerkzeug ausführen können. Einen "Reset" oder ein Fehlerdiagnosesystem gibt es für diese Maschinen nicht. Da ist Fachwissen gefragt; alleine schon, um sich im Maschinenraum gefahrlos bewegen zu können, da die spannungsführenden Teile nicht isoliert und verkapselt verbaut sind. Ich erinnere nur daran, dass ein "moderner" Tf bei laufenden Maschinen auf Triebfahrzeugen der BR 245 nicht einmal mehr den Motorraum betreten darf (Arbeitsschutz). Bei Störungen einfach die Hotline anrufen und auf Hilfe hoffen. Das nennt man dann Störungsmanagement im Jahre 2017.


Sehr gut und fundiert zusammengefaßt, Grauwacke, genau so ist es.

Ich gehe davon aus, daß diese Maschinen auch keiner führen wird, der nicht das nötige Wissen und daneben fachliche und menschliche Reife besitzt. Als Eigentümer würde ich mir dieses Kleinod auch nicht von jedem kaputtfahren lassen.

Andererseits, wenn wir ehrlich sind, auch im heutigen maschinentechnischen Dienst hat sich die Wegwerfmentalität etabliert, so daß es ja schon genügt, wenn jemand die Fahrzeuge fahren kann, denn bei Störungen wird ja nix mehr repariert: Das Fahrzeug wird abgeschleppt, dann werden die betroffenen Module ausgetauscht, die alten weggeworfen und bis zur nächsten Störung wird dann weitergefahren. Nach 10 Jahren wird der ganze Zug verschrottet -ach was sage ich, es gibt ja kaum was zu verschrotten, sagen wir, im gelben Sack entsorgt- weil sich verschiedene Euronormen geändert haben, um der Industrie wieder Aufträge für kurzlebige Ramschprodukte zu verschaffen.

Das ganze Dilemma kann ja auch nur noch der ermessen, der noch in bequemen Silberlingen bzw. Schnellzugwagen gesessen hat oder eine V 100 bzw. einen ETA 150 nach einem Aufprall mit einem Pkw gesehen hat und das ganze mit einem nahezu vollständig zerstörten LINT nach einem Unfall mit einem kleineren SUV vergleicht.

Mir tun die Pendler leid, die sich täglich in diese metallischen Schläuche ohne jeglichen Komfort und jegliche Ästhetik quälen müssen und auch die Fahrzeugbediener, deren Arbeitsplatz nicht einmal mehr ordentlich von Metall ummantelt ist, sodass praktisch schon bei einem plötzlich auf den Gleisen liegenden armdicken Birkenast Lebensgefahr besteht.

_________________
Heinrich von Hirschfeld: Der Verstand wächst mit seiner Beanspruchung.Ob Philosophie, Philantropie oder Phimose: Die Basis jeder Grundlage ist das Fundament


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