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Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden
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Autor:  Horst Heinrich [ Fr 13. Apr 2018, 10:31 ]
Betreff des Beitrags:  Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Jetzt ist man -auch dank von 500.000 Euro Spenden- und Sponsorengeldern- der Bergung der historischen Lok etwas näher gekommen:

https://www.lok-report.de/news/deutschl ... orgen.html

Autor:  Grauwacke [ Fr 13. Apr 2018, 18:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Was für ein prächtiges Vorhaben. Das wäre in der Tat eine Sensation. In der Lahn kurz vor dem Bahnhof Limburg aus Richtung Eschhofen kommend, im Bereich der Autobahnbrücke der A 3 liegt auch noch eine Dampflok im Uferberich unter Wasser. Sie entgleiste dort in den dreißiger Jahren und wurde nie gehoben, weil dies einen zu großen Aufwand bedeutet hätte. Leider sieht man sie auch bei niedrigen Wasserständen der Lahn nicht. Damals starben nach meinem Kenntnisstand der Heizer und der Lokführer. Ist natürlich kein Vergleich mit dem anderen Vorhaben.

Ich wünsche den Aktiven weiterhin viel Erfolg!

Autor:  185ziger [ Mo 16. Apr 2018, 15:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Mir persönlich stellt sich die Frage, ob nach 166Jahren noch was übrig geblieben ist...
Und was passiert nach der Bergung, ich glaube das außer einen riesigen klumpen verrosteten Stahls, kaum oder schwer
eine Lokomotive zu erkennen ist. Dennoch wünsche ich diesem Vorhaben viel Erfolg!

Autor:  Dieselpower [ Mo 16. Apr 2018, 20:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Ich bin da anderer Ansicht - ebenso wie ein verrosteter Schrotthaufen könnte dort unter Schlick luftdicht begraben und konserviert auch ein phantastisch erhaltenes Stück Deutscher Lokbaugeschichte liegen - denn Rost entsteht nur beim Kontakt mit Luft (Oxidation), den sie dort mit Sicherheit nicht hatte...lassen wir uns überraschen.

Autor:  Rolf [ Mo 16. Apr 2018, 22:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Luft wird sicher nicht an die Lok gekommen sein, aber möglicherweise Sauerstoff (im Wasser gelöst). Und dann dürfte nicht mehr ganz so viel übrig sein. Schlammablagerungen dürfte es nur an eher wenigen Stellen geben, wo der Fluss langsam fließt. Schlamm wäre gut, denn der ist sauerstoffarm. Ich rechne allerdings eher mit Kies. Und der ist nicht so sauerstoffarm. Allerdings kenne ich aus meiner niederrheinischen Ur-Heimat zahlreiche römische Funde, die als unkenntliche verklumpte Brocken aus dem Rhein oder angrenzenden Kiesgruben (!) gefischt wurden und heute in den Museen (z. B. in Xanten) gut restauriert für Staunen sorgen. Der Restaurierungsaufwand ist allerdings gewaltig. Für ein römisches Bolzenschussgerät, das als solches absolut nicht mehr erkennbar war, waren Jahre Restaurationsarbeit und ein immenser (auch finanzieller) Aufwand nötig. Ob das jemand bei der Lok finanzieren kann und will, bleibt eine offene Frage. Hoffen wir das Beste!

Autor:  Horst Heinrich [ Mi 18. Apr 2018, 20:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Vor 30 Jahren schickte uns einer unserer Profs einmal zu einem interessanten Pathologie-Ortstermin ins Städtchen Guntersblum. Hier wurde ein 25 Jahre zuvor im Rhein versunkener VW-Käfer nebst am Steuer sitzendem Fahrer geborgen... Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, was wir hier alles sahen, aber nur so viel: Alles war erstaunlich gut erhalten und der damalige Obduktionsleiter, Prof. Christian Rittner, ein erfahrener und unglaublich fesselnder Mann, mutmaßte und philosophierte über die noch nicht ausreichend erforschte konservierende Eigenschaft des Flusses und seiner Komponenten wie Öle, Schlicke usw.

Daher traue ich diesem phaszinierenden Strom alles zu, von der Bewahrung des Nibelungenschatzes über die Bewahrung einer Leiche bis hin zu der Bewahrung einer Lok.

Für die forensisch Interessierten in diesem Forum: Der Käfer-Fahrer wies keine äußeren Gewalteinwirkungen auf, seine Leber hingegen zeigte schwerste alkoholbedingte Langzeitbeeinträchtigungen und im Beifahrerfußraum lag noch eine leere Flasche Doornkaat.

Er hatte sich wohl entschlossen, seinem Leben an einer schönen Stelle des Rheines ein Ende zu setzen und war nach seinem letzten Schluck einfach Vollgas die Fährrampe hinunter in die Ewigkeit gefahren.

Der Ort des Geschehens:
Bild

Autor:  Dieselpower [ Do 19. Apr 2018, 17:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Lok im Rhein von 1852 soll geborgen werden

Aaach jaaa....davon hatte ich mal irgendwo gelesen, war das nicht sogar schon mal hier bei uns im Forum?
Auf jeden Fall wieder mal eine interessante Information von "hinter'm Tellerrand"!

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